Pura Vida - Costa Rica

Eine Reise durch Peru, Ecuador, Galapagos und Costa Rica!

23Mai
2014

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht es jetzt heim...

Ich bin nun aus dem Dschungel wieder in die Zivilisation zurück gekehrt und habe somit auch wieder Internet und Zeit, für den letzten Beitrag meiner Reise. Ich bin gerade in der relativ 'unschönen' Hauptstadt von Costa Rica (San Jose) und morgen Nachmittag geht es wieder nach Deutschland. Auch wenn immer alle sagten "die Zeit wird schneller umgehen, als es dir lieb ist", konnte ich das nie richtig glauben. Aber wenn ich jetzt daran denke, dass ich schon 3 Monate unterwegs bin, haben alle recht gehabt. Aber ich freue mich jetzt auf zu Hause und alle meine Lieben. 

Die letzten zwei Wochen im Schildkröten Projekt, waren so ziemlich die idyllischsten meines Lebens. Ich habe mit 4 anderen Freiwilligen in einem Haus direkt am Meer und im Dschungel gewohnt. Wir hatten weder Internet, noch Empfang (und manchmal nicht einmal Wasser und Strom) aber dafür mehr als genug Tiere um uns herum. Affen, Schlangen, Papageien, Ameisenbären und auch die weniger angenehmen wie Kakalaken, Spinnen, Ameisen (ÜBERALL!!) und natürlich schön viele Mücken. Morgens ab halb 6 und spät abends sind wir am Strand bis zu 12km Patrouillie gelaufen und haben nach Schildkrötenspuren- und Nestern gesucht und den Rest des Tages haben wir entweder in der Hängematte verbracht, sind zum Wasserfall gelaufen, waren am Strand reiten oder in der Krokodil Lagune angeln, haben Kokosnussöl selbst gemacht oder Zeit mit den Einheimischen verbracht.

 Traum!Sonnenuntergang unser Haus unser targlicher Gast Paul woechentliche Obst und Gemuese Lieferung

Also es war ein sehr entspannter und vor allem ruhiger Abschluss meiner Zeit in Süd- und Mittelamerika und ich habe schon jetzt genug von dem ganzen Hauptstadtstress hier und vermisse das Meer und das Geschrei der Papageien :D Aber ich muss sagen, länger als drei Wochen hätte ich es dort glaube ich nicht ausgehalten, weil das Leben einfach sehr eintönig ist und irgendwann gehen einem auch die Bücher -und damit die Hauptbeschäftigung- aus. Für zwei Wochen jedoch, war es das Paradies schlechthin und der Traum eines jeden Strandurlaubers mit türkisem Wasser, 35-40 Grad (nagut das war eigentlich ziemlich anstrengend und schon bisschen zu warm), weißem Sand und keiner Menschenseele am Strand. Manchmal sind ca. 5-7 Surfer aus einem 20km entfernten Örtchen vorbei gekommen, da hat man sich schon fast bedrängt gefühlt, haha. Also das werde ich wahrscheinlich nicht so schnell wieder haben und ist mit keinem Hotel-Sommerurlaub der Welt zu vergleichen. 

finde das Aeffchenso muesste man leben1/2/3so waechst also eine Ananas

Vielleicht werde ich früher oder später mal wieder eine größere Reise machen, und vielleicht sogar diesen Blog weiter führen aber das weiß ich jetzt noch nicht. Deshalb verabschiede ich mich hier erstmal und bedanke mich bei allen, die immer mal vorbeigeschaut und gelesen haben :) Ich freue mich wenn ich einige von euch bald wieder sehe - macht's gut, eure Luise. 

die Welt mal anders herum

06Mai
2014

Pura Vida - Costa Rica

Lange hat es gedauert aber jetzt schreibe ich mal wieder etwas. Nach unglaublich vielen Turbulenzen und Dramen, bin ich dann letzten Mittwoch (vier Tage später als geplant) in Costa Rica angekommen und habe erstmal einen Hitzeschock bekommen :D es ist so unglaublich warm und schwül hier aber es ist alles grün. Ganz viele Palmen und Mango-& Avokadobäume und auch verschiedenste Tiere. Da wird es glaube ich anfangs dann bisschen schwer im grauen Deutschland. (Obwohl die Regenzeit hier gerade ein etwas nervig ist, weil es wirklich jeden Nachmittag super schüttet) Da war ich wohl ein bisschen zu optimistisch beim Packen in Deutschland mit dem Gedanken 'als ob ich in den tropischen Ländern einen Schirm bräuchte!' :D 
 Insgesamt eine Woche bin ich hier in San isidro, einer kleinen gemütlichen Stadt und hatte jetzt hier noch ein paar Tage Sprachschule. Neu ist auch für mich, dass ich hier in einer Gastfamilie lebe. Diese ist wirklich nett und ganz so schlecht klappt es mit dem Spanisch gar nicht :) 

grün grün grün


 Am Wochenende sind wir in einen Nationalpark und an einen traumhaften Strand gefahren. Dort sprangen überall Affen herum; Waschbären versuchten unser Essen zu klauen und Faultiere hingen faul im Baum rum.

Pipi Langstrumpf Äffchen ganz entspannt :) traumhaft Waschbär

Mein 'schönstes' Ereignis war ja der riesengroße Frosch, der mich am ersten Tag auf meinem Kissen im Hostel überraschte. Da sind wir alle erstmal bisschen hysterisch geworden aber der Chef meinte das wäre normal, und zeigte mir gleich noch einen Zweiten an der Wand. 

iiih
 Ich glaube aber, dass ich mich daran gewöhnen muss, denn am morgen fahre ich in mein Schildkröten Projekt, wo ich zwar direkt am Strand- aber auch im Dschungel lebe. Mir wurde gesagt, dass es dort nicht unwahrscheinlich ist, dass ein Äffchen mit auf dem Frühstückstisch sitzt... Naja, das wird sowieso alles sehr interessant, da sowohl die nächsten Läden, als auch eine Internetmöglichkeit eine Stunde entfernt sind und man nur am Wochenende vielleicht mal einen Ausflug dahin machen kann. Aber ich hoffe dass ich trotzdem hier nochmal irgendwie etwas schreiben kann. Es sind ja auch nur noch zwei einhalb Wochen und dann sind die drei Monate auch schon vorbei.
Aber darüber will ich mal jetzt noch nicht nachdenken und die Zeit noch genießen. (...und hoffen, dass das Wetter bei euch wenigstens noch ein bisschen besser wird, weil eine Temperaturschwankung von 30 Grad wäre mir doch etwas zu heftig!)

leider bisschen bewölkt

 


Nun ja, bis bald und sonnige Grüße von eurer Luise!

26April
2014

GALAPAGOS :)

Um ehrlich zu sein, weiß nicht wirklich wie ich die 7 Tage auf Galapagos und insgesamt 6 verschiedenen Inseln in einem Blogeintrag zusammen fassen soll und auch das Auswählen der Bilder gestaltete sich mehr als schwierig, da ich jeden Tag über 100 Bilder gemacht habe. Aber ich versuche es so gut es geht :)

Die ersten 5 Tage verbrachte ich auf einem kleinen Boot mit 10 Passagieren und 6 Crew-Mitgliedern. Unser Tagesablauf war eigentlich jeden Tag ähnlich, nur an verschiedenen Orten natürlich. Nach dem Frühstück haben wir meist eine Wanderung über die Insel gemacht und da unser Guide schon seit 20 Jahren als solcher beschäftigt ist, wusste er genau, wann welches Boot an welchem Ort ist und somit waren wir jedes mal die einzigen 10 Menschen weit und breit auf der Insel, was wirklich ein unglaubliches Gefühl ist... Nur die Tiere, das Meeresrauschen und wir. Jede Insel hat eine andere Landschaft und unterschiedliche Naturerscheinungen und somit sind wir manchmal einfach nur am weißen, roten oder schwarzen Strand entlang gelaufen, über Vulkangestein geklettert oder durch Wälder gewandert und waren immer in Gesellschaft unterschiedlicher Tiere. Am Strand mussten wir aufpassen, nicht auf Krabben, Leguane, Seelöwen und Pelikane zu treten und im Wald konnte man eher Echsen, Schlangen, Falken und andere Vogelarten beobachten.

Babyrobben . Hai-Bucht . Vulkankrater  . :) ein dicker Leguan allein auf der Insel ein einsamer flamingo . mal eben ins Loch von Vulkangestein gefallen . bloß nicht drauf treten!

Ich persönlich fand aber die "Unterwasserwelt" noch beeindruckender, denn wenn man es nicht selbst gesehen hat, kann man sich nicht vorstellen wie viele Fische verschiedenster Arten dort um dich herum schwimmen. Das ist aber nicht alles, Seerobben haben mir mit nur 10cm Entfernung Blubberbläschen ins Gesicht geblasen, ich bin mit Tintenfischen, Pinguinen, Schildkröten und riesigen Rochen geschwommen und meine persönlichen Favouriten waren die Haie, von denen ich teilweise auch nur einen halben Meter entfernt war. Aber es heißt, dass diese dort ungefährlich sind und das letzte mal als jemand gebissen wurde, war 1985..also von daher :D

mein Freund . 2m großer Rochen Seestern na hallo :o solche süßen Tiere

Nachts sind wir dann immer gesegelt, wobei ich schön seekrank wurde aber an der freien Luft unter Sternenhimmel und mit Meeresluft ging es mir dann meistens besser. Die Zeit auf dem Boot ging natürlich viel zu schnell vorbei und dann blieben mir nur noch die letzten zwei Tage auf der größten Insel- Isabella. Diese ist im Gegensatz zu den anderen Inseln bevölkert, aber erfüllt jegliche Vorstellung von "Inseltraum", mit unendlich vielen Palmen, endlos langen Stränden und Hängematten soweit das Auge reicht. Dort habe ich eine 16km Wandertour zum zweitgrößten Vulkan Krater der Welt gemacht und bin nochmal zu einer Hai-Bucht gefahren.   

auf dem Fischmarkt unglaublich schön!

Ja und dann war meine Zeit auch schon vorbei, wie zu erwarten viel zu schnell; wie auch die Zeit in Quito, denn morgen früh fliege ich schon zu meinem letzten Reiseziel, Costa Rica. Durch die Woche Galapagos, war ich ja effektiv nur 3 Wochen hier und in meinem Projekt, doch trotzdem war der Abschied heute unglaublich traurig und ich werde meine Kleinen sehr vermissen!

Wie schon in Peru, habe ich mir das Packen bis zum Schluss aufgehoben und da es schon halb 11 ist, sollte ich jetzt mal anfangen.

Liebste Grüße von eurer Luise :)

15April
2014

Alles ganz schön steil!

Ich liebe die Arbeit mit meinen Kleinen im Projekt einfach! Sie sind soooo lieb und freuen sich immer sehr wenn ich komme. Wir tanzen und basteln ganz viel und -was ich ja sehr niedlich finde- sie versuchen mir beim Spanisch lernen zu helfen, indem sie zum Beispiel immer wieder auf ein Kleidungsstück oder Gegenstand zeigen und mich fragen wie das heißt. Einige von ihnen würde ich gerne mitnehmen, aber ich glaube damit wären zumindest deren Eltern nicht ganz einverstanden :D

Keyren, mein kleines Sonnenscheinkind, dass ich noch nie habe weinen sehen Ariana.. Sie weicht nie von meiner Seite :) :) Schlafenszeit

Ansonsten ist in meiner Woche nicht ganz so viel passiert, weil die Arbeit schon sehr anstrengend ist und ich immer noch stark mit meiner hartnäckigen Erkältung zu kämpfen habe, sodass die Energie nur für einen Ausflug in die schöne Altstadt Quitos gereicht hat.

Am Samstag stand bei mir diesmal ein Ausflug zum Cotopaxi, dem zweitgrößten Vulkan in Ecuador, an. Eigentlich ist dieser 5997m hoch, doch wir sind nur ein Stück (2 Stunden) bis knapp über 5000m hochgewandert, weil man ab dieser Höhe dann professionell Ice-Climben müsste und es schon so anstrengend genug war, bei Temperaturen um die 0 Grad und teilweise Schnee. Aber ich habe es bis zur höchst möglichen Stelle geschafft und hatte sehr viel Freude beim Abstieg, weil man in Sand und Dreck leider nicht all zu guten Halt hat. Den Rest des Weges sind wir dann mit Fahrrädern runtergeradelt, wobei die größte Anstrengung dabei das Betätigen der Bremse war :D Aber es ist auf jeden Fall schon ziemlich aufregend, so hoch auf einem Vulkan zu sein, der jeden Moment ausbrechen könnte.

ein flacherer Teil unseres Weges angekommen   natürlich habe ich einen rosa Helm bekommen, juhu :DCotopaxi

Gestern führte meine Reise dann zu einem anderen Wunder der Natur, der Lagune in Quilotoa. Auf dem Weg dahin, haben wir einen Zwischenstop bei einer indigenen Familie eingelegt, die zu 5. mitten im Nichts in einer kleinen selbstgebauten Hütte wohnt. Für uns Europäer war es so ziemlich unvorstellbar, wie diese ohne Strom, mit ca. 50 Meerschweinchen und bei kalten Temperaturen trotzdem offenbar sehr glücklich und zufrieden mit deren Leben ist. Der Guide hat uns dann erzählt, dass 16% der Bevölkerung in Ecuador so lebt.

die Hütte der Familie im Hintergrund

Als wir dann bei der Lagune angekommen sind, war ich ziemlich sprachlos, denn ich habe bisher nur auf Bildern solch türkis-blaues Wasser gesehen! Wir machten uns also auf den Weg nach unten, der wieder sehr beschwerlich, steil und sandig war. Unser verrückter Guide war auch der Meinung, dass wir doch einen kürzeren, noch steileren Weg nehmen könnten, den wir aber rennen müssten. Das war zwar sehr witzig, aber danach hatte ich geschätzte 3 Kilo Sand in jedem Schuh und meine Schuhe haben sich von schwarz zu grau/weiß verwandelt. Nach 45 Minuten sind wir unten angekommen und konnten die Sonne und die Sicht genießen und uns danach entscheiden, ob wir hochlaufen, oder auf dem Rücken eines Pferdes hochbefördert werden wollen. Anhand der Gesichter deren, die hochgelaufen und uns auf dem Weg nach unten begegnet sind (und eine zusätzliche Entschuldigung ist die Erkältung, haha), habe ich mich, wie auch der Rest meiner Gruppe, für das Pferd entschieden. Im Nachhinein hat mir das etwas Leid getan, weil ich nicht wissen will, wie oft diese den Weg am Tag gehen müssen und es wirklich, wirklich steil war. Nachdem wir in einer Hütte dann gegessen hatten, führte unser Weg auch schon wieder nach Hause, in Gedanken bei dem unglaublich schönen Blick, den wir von oben auf die Lagune hatten.

             Canón del Rio Toachi; sucht mich mal :D wunderbar und weil's so schön ist, noch einmal die armen Pferde, die die dicken Touristen tragen müssen

Soo nun habe ich noch ein paar Tage in meinem Projekt und am Freitag geht es schon auf die Galapagos Inseln. Ich bin sehr gespannt, wie das so wird und hoffe, dass einige nette Menschen auf meinem Boot sind, weil ich alleine dahin fliege und es ein kleines Boot mit nur 10 Passagieren sein wird. Aber davon werde ich dann sicher auch berichten :)

Bis dahin, alles Liebe von eurer Luzie!

07April
2014

Von Vulkanausbrüchen, über Bungee Jumping bis hin zum Hinunterklettern von Wasserfällen

Ich bin nun schon gut eine Woche in Ecuador und es wird Zeit für den nächsten Blogeintrag :)

Obwohl mir viele gesagt haben, dass es hier so ähnlich sein soll wie in Peru, finde ich, dass es schon einige große Unterschiede gibt. Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Hauptstadt lebe aber meines Erachtens nach, wird in Peru die Kultur mehr ausgelebt und gezeigt. Außerdem ist es hier leider viel teurer und eben sehr touristisch. Doch wenn man ein Stück aus Quito herausfährt, ist es ein unglaublich schönes Land. Ich war am Wochenende in Baños, eine kleine, süße Stadt in Ecuador umschlossen von Bergen - und einem Vulkan, dem Tungurahua. Wer hätte gedacht, dass dieser -zugegebenermaßen sehr aktive- Vulkan genau an dem Wochenende ausbricht, an dem ich nach Baños fahre... Also ich nicht :D noch nie in meinem Leben habe ich so etwas einzigartiges und erstaunliches gesehen! Eine riesige dunkle Wolke über den Bergen, der man beim Wachsen zu sehen kann und welche vom Sonneruntergang rot-orange angeleuchtet wird. Ich war sehr sprachlos und konnte zum Glück noch ein paar Bilder machen. Abends wollten wir auch eigentlich auf den Berg laufen, um die Lava im Tal zu sehen aber leider war es dann zu bewölkt.

                                         Vulkan Tungurahua       uuunglaublich

Nach einer Nacht im Hostel stand uns dann ein Tag voller Adrenalin-Kick-Aktivitäten bevor, der mit Zip-Lining durch die Berge, hoch über dem Tal begann. An 6 unterschiedlich (bis zu 600m) langen Drahtseilen sind wir dann also unter anderem in der "Superman-" oder "Schmetterlingsposition" durch die Lüfte geschwebt.

  vogelfrei

Danach sind wir zu einer riesengroßen Schaukel im Baumhaus auf einer Bergspitze gefahren und sind bisschen hin und her gebaumelt. Das war eher eine "Entpann-und-lass-den-Ausblick-auf-dich-wirken"-Aktivität und sehr sehr schön :)

swing swing swing

Mein Tageshighlight war dann nachmittags das sogenannte Canyoning, was bedeutet dass man Wasserfälle herunterklettert. Mit einem Guide und ausreichend Sicherung haben wir uns also Schritt für Schritt mitten im Wasserfall abgeseilt und unten ins Wasser fallen lassen (war auch zum Glück gar nicht so kalt wie gedacht aber ganz schön anstrengend). Bei einem kleinen Wasserfall mussten wir im Sitzen runterrutschen und das Special am Ende war ein unerwarteter freier Fall. Ich bin erst ein kleines Stück geklettert und dann ging es irgendwie nicht mehr weiter sonder nur 20 Meter steil nach unten. Mein Guide hat dann ganz plötzlich von drei runtergezählt und dann musste ich auch schon abspringen. Ein 10 Meter Fall und ein quieken und kurze Zeit später hatte ich dann wieder festen Boden unter den Füßen und wallendes Adrenalin. Zum "runterkommen" haben wir dann zum Abschluss bisschen Kuchen und Erdbeeren, die aussehen wie Himbeeren (leider habe ich den Namen vergessen) bekommen. War wirklich ein tolles Erlebnis und eine CD mit Bildern gab es sogar gratis.

ein letzter Blick und dann der Sprung                     schwieriger als es aussieht!

Im Nachhinein habe ich das als kleine Vorbereitung auf den nächsten Tag gesehen, weil da ein Sprung von der 100 Meter Brücke anstand. Eigentlich bin ich da sehr locker rangegangen und dachte ich kann das ohne Probleme, aber als ich dann da oben stand, war mir schon ganz schön mulmig zumute. Es haben auch ganz viele Leute wieder abgebrochen und sind doch nicht gesprungen und auch meiner Freundin musste ich, als sie dort oben stand, nochmal kurz gut zureden. Aber letztendlich sind wir gesprungen und ich bin froh, dass wir uns getraut haben weil es einfach ein unbeschreibliches Gefühl ist, einfach zu fallen und zu fliegen wie ein Vogel. Nach dem Sprung ist man noch ein bisschen hin und her geschwungen und nach insgesamt 5 Minuten wurden wir "befreit" und waren super aufgeregt und glücklich und konnten völlig zufrieden wieder zurück nach Quito fahren.

der Blick sagt alles :D             geschafft

  da bin ich runter gesprungen

Also habe ich, wie gesagt ein sehr erlebnisreiches Wochenende hinter mir und kann mich jetzt wieder dem Alltag im Projekt mit meinen kleinen süßen Kindern, widmen. Das ist zwar ganz schön anstrengend, jeden Tag fünf Stunden und trotzdem noch sehr mangelhaftem Spanisch, aber macht echt viel Spaß und die Kiddies sind einfach nur liebenswert!

Heute habe ich meinen 6-Tages Aufenthalt auf den Galapagos Inseln gebucht und in 2 Wochen geht es dann los, JUHU :)

28März
2014

Bisschen "weltwundern"

Uiuiui, jetzt ist schon der erste Monat vorbei und morgen, also beziehungsweise in 5 Stunden geht es früh zum Flughafen und auf nach Ecuador. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn einerseits hat man das Land, die Menschen und alles was dazugehört, sehr lieb gewonnen und es gäbe noch ein paar Plätze, die ich in Peru gern sehen würde; doch auf der anderen Seite freue ich mich natürlich auf das nächste Land und bin gespannt, was mich dort so erwartet. 
Ich muss sagen, nach ca. 3 Wochen Spanischunterricht fühle ich mich auch nicht mehr ganz so aufgeschmissen und kann mit etwas Mühe sehr viel verstehen. In den letzten drei Tagen hatte ich bisschen Stress, noch alles in der kurzen Zeit zu schaffen und noch einige Örtchen in Cusco zu sehen und bestimmte typische Speisen zu essen. Ich habe fast alles geschafft und kann jetzt beruhigt weiter fliegen (obwohl für mich ein zurück kommen nicht ausgeschlossen ist, mal sehen!). 

 ein Blick in unseren Unterricht mit Lehrer Cesár

Aber nun zu dem etwas interessanteren Thema, mein letzter Wochenendsausflug. Vielleicht könnt ihr euch schon denken, was noch Wichtiges gefehlt hat..?! Richtig, eines der sieben Weltwunder, der Machu Picchu. Kira, Peter und ich haben uns eine ganz besonders interessante Art und Weise ausgesucht, diesen zu besuchen (oder besser zu erklimmen?) und sind erst sechs Stunden mit dem Auto tausende von Serpentinen und über Buckel und Huckel gefahren, um dann wenigstens ein Stück (Ca 2,5 Stunden) vom Inkatrail zu gehen. Ich wusste gar nicht, dass in dieser Region tropisches Klima ist und war überrascht von der -im Gegensatz zu Cusco- sehr feuchten Luft und den tollen Pflanzen, die ich eigentlich nur aus dem Leizipziger Zoo im "Gondwana Land" kannte... :D außerdem sind wir die ganze Zeit am reißenden und rauschenden Fluss gelaufen mit Vogelgezwitscher und anfangs auch Sonnenschein.

          Das war auch etwas gefährlich, da jeden Moment der Zug hätte kommen können...                                                                    IIIIIIHHH

Als wir in Aguas Callientes angekommen sind, mussten wir auch bald ins Bett weil der Wecker am nächsten morgen 4 Uhr klingelte. Und dann ging unser Sporttrip los.Über eine Stunde sind wir die unebenen Stufen zum Machu Picchu hochgelaufen (wo die meisten Touristen sich mit einem Bus hoch kutschieren lassen).

                    etwas steil... kein Geländer, kein garnichts :D  leider bewölkt und mit fremder person

Ausschließlich Treppen, Treppen, Treppen. Als wir erschöpft oben ankamen, hatten wir eine dreiviertel Stunde Zeit und sind dann, als ob es noch nicht genug wäre, auf den Wayna Picchu (ein höherer und steilerer Berg) gestiegen. Dies ging zwar "nur" eine dreiviertel Stunde, aber beides zusammen war trotzdem so ziemlich das anstrengendste was ich je gemacht habe :D Der eigentliche "tolle Blick" von dort oben auf den Machu Picchu, blieb leider aus, da es doch ziemlich bewölkt war aber es hat sich trotzdem auf jeden Fall gelohnt.

                   Ja, es gab auch Höhlen durch die man kriechen musste... geschafft :) 

 

Der Abstieg war fast noch anstrengender - oder zumindest gefährlicher - da die Stufen teilweise zerbrochen, zu klein oder riesengroß waren. Sehr aufregend, aber nichts für schwache Nerven! Danach hatten wir noch Zeit, uns die eigentliche alte Inkastadt von Nahem anzuschauen und (wenn die Wolken mal kurz vorbeigezogen sind) ein paar Bilder zu machen. Ich muss sagen, es ist nicht um sonst zu der Liste der Weltwunder aufgenommen wurden! Danach durften wir die 2,5 Stunden wieder den Inkatrail am Fluss entlang zurücklaufen, was uns aber nach geschätzten 342783 Stufen nicht mehr ganz so leicht viel, wie am Vortag auf dem Hinweg. Aber wir haben alles geschafft und waren ziemlich stolz auf uns, dass wir nicht einfach nur kurz hochgefahren, Bilder gemacht und wieder runtergefahren sind. Im Bus zurück haben uns die Serpentinen nichts mehr ausgemacht, weil wir nach den ersten 10 Metern alle eingeschlafen sind. Also, ich bin nun bisschen zur Wanderfreundin geworden, was eigentlich sehr merkwürdig für mich ist, hihi. 

So, ich sollte vielleicht endlich mal ins Bettchen gehen und die letzten Stunden in Cusco "verträumen". Mal sehen, wie es in Ecuador mit der Internetsituation aussieht aber bis dahin, alles Liebe :)

 

17März
2014

Wunder der Natur - Arequipa und Colca Canyon

Nun ist schon wieder eine über eine Woche vergangen und auch ganz schön viel passiert. In der Schule hatte ich diesmal 3 Tage Einzelunterricht und sonst haben wir uns verschiedene Märkte in Cusco angeschaut.

Das besondere an meiner Woche war unser 4-tägiger Ausflug nach Arequipa und zum Colca Canyon. Arequipa ist die schönste Stadt- oder auch „die weiße Stadt“- Peru’s und auch die zweitgrößte nach Lima. Zusammen mit 6 anderen Reisenden von meiner Organisation bin ich am Donnerstagabend von Cusco aus 10 Stunden im Super-Komfort-Bus losgefahren. Einigermaßen gut ausgeschlafen angekommen, waren wir in Arequipa erst einmal frühstücken und haben dann ein altes Kloster (Santa Catalina) besucht, in dem wir zum Beispiel Avokados vom Baum gegessen haben. Auch wenn ich eigentlich nicht ganz so sehr von Kloster-, Kirchen- und Cathedrahlenbesuchen begeistert bin, sind diese in Peru echt schön und beeindruckend. Gut, die Kirchen sind meistens sehr, sehr prunkvoll bis kitschig mit geschmückten Puppen und Figuren, trotzdem lohnt es sich.

im Garten des Klosters

Nach dem Mittagessen und dem leckersten Papayasaft der Welt haben wir an einer 4-stündigen Stadtrundfahrt teilgenommen. Auch wenn das zunächst erstmal ganz schön lang klingt, ging die Zeit schnell rum, da wir verschiedene Stopps gemacht haben. Zum Beispiel auf einer Alpacca Farm, wo man genau sehen konnte, wie die Produkte hergestellt werden und auch jegliche Kleidungsstücke kaufen konnte. 3500 Soles, also knapp 1000€, waren uns dann aber doch etwas zu viel für eine Jacke :D Mein Highlight der Stadtrundfahrt war allerdings die 20-minütige Reittour durch die Berge in den Sonnenuntergang. Bei peruanischen Essen und einem „Arequipeña“ haben wir den Tag gemütlich, mit Blick auf den mit Palmen übersähten Plaza de Armas, ausklingen lassen.

Nach der Nacht im Hostel (bei mir leider mit starken Bauchschmerzen) fuhren wir früh zeitig sehr lange mit wunderschönem Ausblick auf die Berge in die Stadt Chiway im Tal des Colca Canyon. Sachen im Hostel abgelegt, Bikini angezogen und ab in den Bus zu den heißen Naturquellen die 35-40 Grad warm waren.

Abends wartete im Restaurant ein organisierter, peruanischer Folklore Abend auf uns. Widererwartend hatten wir sehr viel Spaß, bei Panflöten-, Ukulele- und Trommelmusik. Ich musste/durfte auch mit einem der Peruaner tanzen.

Beim Folklore Abend

Der letzte Tag der Tour führte dann direkt auf den Canyon, der übrigens wie der der Grand Canyon in grün sein soll. Noch nie war ich so begeistert von der Natur. Der Wechsel von grünen Bergen, steppen- und tundraartigen Trockengebieten und dann überraschenderweise ein Schneesturm auf 5000 Metern hat mich wirklich sehr beeindruckt und zum nachdenken angeregt. Bei einer Wanderung auf und durch den Colca Canyon, konnten wir die größten Vögel Südamerikas, die Kondore (welche eine Flügelspannbreite von bis zu 3 Metern haben), beobachten. Schön wäre es, diese ganzen Ereignisse mit meinen Lieben von zu Hause zu teilen, denn es ist wirklich schwer, das Gesehene in Worte zu fassen, die einigermaßen die Schönheit dessen beschreiben.

Am Abend sind wir wieder nach Hause gefahren und am Montag früh um 7 angekommen. Auch wenn solch eine Reise natürlich ein ziemlich teurer Spaß ist, muss ich sagen dass es jeden Cent wert ist.

Nächstes Wochenende (und auch das letzte in Peru) geht es dann zum Machu Picchu.

Das war’s erstmal für heute, ich grüße alle lieb und bis bald :) Colca Canyon (leider konnte ich die Menschen an der Seite hier nicht wegschneiden) ganz weit oben :)   

 

08März
2014

Rafting auf dem heiligen Fluss Peru's

So nun ist schon eine ganze Woche rum und es verging echt schnell. Kann mir gar nicht vorstellen dass ich schon in drei Wochen in Ecuador bin.   

Traditionelle Kleidung der PeruanerinnenEine der vielen kleinen Gassen in Cusco

In der Woche ist recht viel passiert, ich hatte schon 5 Tage Spanisch und kann jetzt wenigstens ein bisschen was sagen. Zudem kenne ich die Stadt nun ganz gut und weiß, wo man was am besten kauft usw. Gestern sind wir zum Beispiel auf einen Berg gewandert und konnten über ganz Cusco schauen! 

Blick über Cusco

Aber das Hightlight meiner Woche war der heutige Tag. Morgens halb neun sind wir mit einem kleinen Bus und ca. 12 anderen Abendteuer- und Adrenalinkicklustigen zwei Stunden zum heiligen Fluss Perus gefahren, welcher von den Anden eingeschlossen ist. War schon erstmal sehr frisch, barfuß und nur im Neoprenanzug, aber dass es im Wasser noch viel frischer werden würde, war mir irgendwie in dem Moment noch nicht so bewusst :D 
Wir haben dann erst einmal eine Einweisung bekommen und dann ging es los. Es war einfach so aufregend, über/unter/durch die ganzen Ströme und Strudel zu "fahren", sodass uns das sehr kalte Wasser und das klitschnass-sein gar nicht mehr viel ausgemacht hat. Es war auch ganz schön anstrengend, da wir immer fleißig mit padeln mussten und ich spüre schon jetzt den Muskelkater in Armen, Bauch und Rücken! Mit der Landschaft und dem Blick auf die Anden, Kühe und Lamas am Ufer sowie Peruaner die Fischen, war alles zusammen einfach so eine schöne und aufregende Erfahrung. Danach konnten wir in die Sauna gehen und uns aufwärmen und dann gab's Essen. Als Bonus durften wir sogar noch "Zip-Lining" ausprobieren (also an einem Drahtseil über den Fluss "fliegen"), was noch ein toller Abschluss war! Wirklich ein sehr schöner Tag :)

Leider schien die Sonne nicht, aber der Blick war trotzdem wunderschönUnsere Gruppe, mit ganz hübschen Kleidern :D

Mal sehen was nächste Woche so ansteht, ich hoffe in der Heimat ist alles gut! Tschüssi ;)

 

 

Ausblick genießen!

 

02März
2014

...Fortsetzung

Hmm ich habe gerade gesehen, dass es den letzten Eintrag gar nicht bis zum Ende hochgeladen hat. Schade. Also hier noch der Rest:

... Gruende ist, nach Peru zu reisen. Aber das wusste ich ja vorher und damit kann man leben. Trotzdem schoen, so am ersten Tag gleich...

Heute war hier in der Stadt ein grosses Karneval Fest. Peruaner und Peruanerinnen in tollen Trachten und unzaehlige Kinder und Jugendliche, die an nichts mehr Spass hatten, als uns Europaeer mit Eimern von Wasser vollzuschuetten und mit bunten Schaum zu bespruehen. Am Anfang war das echt witzig, aber nach eine Weile war ich klitschnass und mit sinkender Temperatur hatte ich  nicht mehr all zu viel Spass daran. Aber trotzdem: eine tolle Erfahrung. 

Das war es erstmal, bald folgt mehr und ich muss noch eine gaengige Methode finden, um Bilder hochzuladen (denn mit Tablet und Handy geht es momentan leider noch nicht). Aber bald... :)

Allerliebste Gruesse und bis bald!

02März
2014

Endlich angekommen

Halli Hallo aus den Bergen :) endlich mal eine ruhige Minute, in der ich mich dem 'bloggen' widmen kann. Gestern morgen bin ich in Cuzco angekommen und habe in meinen langen Sachen erstmal bisschen geschwitzt, weil hier tagsüber um die 25 Grad sind. Ein kleiner Sonnenbrand lies sich leider auch nicht vermeiden am Äquator. (Da ich sowas hier noch nie gemacht habe, schreib ich einfach mal drauf los Lachend )

Wenn mir die Leute vor meiner Reise immer gesagt haben 'Südamerika... Das ist eine ganz andere Welt!', dachte ich mir nur 'ja klar, als wüsste ich nicht, dass es dort anders ist.' Aber WIE anders es tatsächlich ist, kann sich keiner vorstellen, der es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Die Lebensweise, die Mentalität, der Baustil, die Kultur, die Menschen... Schon die wenigen Eindrücke und Einblicke, die ich bisher machen konnte, reichen um zu sagen, dass man dies alles nicht im geringsten mit der europäischen Welt vergleichen kann. Auch wenn ich mich bisher noch größtenteils mit Händen und Füßen verständigen muss (was ziemlich nervig ist, ich freue mich schon sehr auf den Sprachunterricht ab morgen!!), sind die Menschen hier sehr herzlich und gesprächig. Bald kann ich hoffentlich auch verstehen, was sie mir so erzählen Lachend

Ich lebe hier in einem 4 stöckigen Haus mit 20 anderen Reisenden. Das ist ziemlich ineressant weil jeder von ihnen unterschiedliche Reiseberichte erzählen kann. Dass gestern den ganzen Tag kein Wasser lief, zeigte mir auch gleich dass Komfort keiner der

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